Posted on / by Buschmann

7 Mythen über Logo-Design

In diesem Artikel möchte ich einige Mythen rund um die Logo-Gestaltung mit dir teilen, die ich in den letzten Jahren gehört habe.

Mythos #1: Ein einfaches Logo ist schneller gemacht

In der Vergangenheit habe ich bereits viele Anfragen gelesen, in denen es hieß, dass ein einfaches und simples Logo für den Start reicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Design-Prozess dadurch automatisch billiger wird – im Gegenteil! Eine solche Reduktion auf das Wesentliche braucht viel Zeit. Für mich ist das Ziel bei jeder Logo-Kreation ein simples Logo zu erstellen. Ein minimalistisches Design erhöht nämlich den Wiedererkennungswert von Marken und hilft dabei, bei potenziellen Kunden im Gedächtnis zu bleiben. Wenn ein Logo ein Symbol enthält, sollte es bestenfalls so unkompliziert sein, dass sogar Kinder ohne abgeschlossenes Kunst-Studium es leicht nachzeichnen können.

Mythos #2: Eine neue Marke sollte mit dem Logo-Design starten

Besonders Unternehmen, die am Anfang stehen und sehr auf ihr Budget achten müssen, würde ich eher von einem Start mit dem Logo-Design abraten. Ein Logo gehört zu den ersten Dingen, die mit einer Marke in Verbindung gebracht werden und ein professionelles Design stärkt das Vertrauen in Unternehmen. Besonders am Anfang einer Gründung ist es jedoch meist wichtiger, genug Interessenten auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen. Deswegen ist es meiner Meinung nach empfehlenswerter, sich zunächst eher auf das Social Media Design und Webseiten-Design zu konzentrieren.

Mythos #3: Ein Logo muss bestenfalls ewig unverändert bleiben

Wenn sich Apple beispielsweise daran gehalten hätte, wäre das aktuelle Logo noch immer ein detaillierter Kupferstich, der Isaac Newton unter einem Apfelbaum zeigt. Marken müssen sich regelmäßig neu erfinden und das Design gehört auch dazu. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ein Logo überarbeitet werden sollte, kannst du dir folgende Fragen beantworten:

-Kann es durch den Verzicht auf Elemente weiter vereinfacht werden?

-Passen die Markenfarben zu der eigenen Positionierung?

-Hebt sich das Logo positiv von Konkurrenten ab?

-Spricht das Logo die richtigen Kunden an?

Mythos #4: Ausschreibungen und Design-Wettbewerbe geben ein Höchstmaß an Inspiration

I got 99 problems but a Pitch ain’t one! Ein Pitch ist ein Wettbewerb unter Kreativen, die darauf hoffen, für ihre Arbeit in Form eines Preisgeldes bezahlt zu werden. Natürlich sorgen viele Köpfe dafür, dass es auch viele Ideen gibt – da die Bezahlung nicht garantiert ist hat keiner der „Designer“ jedoch Zeit sich intensiv mit dem Markenkern und der Positionierung von Marken auseinander zu setzen. Und das ist es, worauf es am meisten ankommt! Bei vielen Teilnehmern steigt auch das Risiko, dass sich jemand unter den Kreativen befindet, der andere Logos kopiert.

Wer einen professionellen Designer (m/w/d) sucht, findet diesen selten in Wettbewerben,da sie häufig bereits genug Anfragen und Aufträge haben und nicht teilnehmen. Mein Tipp:suche dir eine kreative Person, dessen Stil dir zusagt und finde bei einem Erstgespräch heraus, ob du dir eine Zusammenarbeit vorstellen kannst.

Mythos #5: Ein Logo ist perfekt, wenn es den Gründern gefällt

Selbst ein Logo-Gestalter, der sich selbst ein Logo gestaltet, sollte sich nicht nur auf seine eigene Intuition verlassen. Ein Logo-Design ist immer mit sehr vielen Emotionen verbunden, da es der eigenen Marke ein Gesicht gibt und die Außenwirkung des Unternehmens prägt. Um sicherzustellen, dass ein Logo passend ist, sollte im Optimalfall mit der relevanten Zielgruppe eine Umfrage zur Wirkung von Logos gemacht werden.

Mythos #6: Logos müssen nicht einzigartig sein

Jede Marke hat einen besonderen Charakter – und diesen gilt es mit dem Logo zu zeigen. Ein Logo begleitet das Unternehmen bestenfalls über viele Jahrzehnte und sollte deswegen überlegt ausgewählt werden. „Gute Künstler kopieren, großartige Künstler stehlen“ ist ein Zitat, das wahrscheinlich auf Picasso zurückgeht. Was damit wahrscheinlich gemeint sein könnte: Kunst darf nicht 1:1 kopiert werden, sondern man soll stattdessen das Konzept und die Idee hinter einem Werk erkennen und für die eigenen Arbeiten nutzen. Wenn ich online beispielsweise Unternehmen mit Millionen-Umsätzen sehe, die bereits bei dem eigenen Logo nachweislich fremde Logos geklaut haben, dann kann ich nur hoffen, dass eine gute Medienhaftpflicht-Versicherung abgeschlossen wurde. Wer teuren Abmahnungen und Image-Schäden umgehen will, dem empfehle ich ein einzigartiges Logo-Design, das nicht mit anderen Marken verwechselt werden kann.

Mythos #7: Markenfarben sind die eigenen Lieblingsfarben

Jede Farbe hat eine unterschiedliche psychologische Wirkung auf den Betrachter und deswegen sollten Markenfarben strategisch ausgewählt werden und zur Positionierung des Unternehmens passen. Dabei nur auf die eigenen Gefühle und Präferenzen zu achten ist gefährlich. Dies ist auch der Grund dafür, dass es selten Luxusmarken mit einer knalligen pinken Farbe gibt oder Discounter, die als Markenfarbe Gold verwenden. Jede Farbe erzeugt individuelle Gefühle – dies lässt sich positiv für den eigenen Auftritt nutzen.

Mit einer passenden Logoentwicklung sorgst du dafür, dass die richtigen Gefühle mit deiner Marke verbunden werden und sie nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen bleibt.

Ob du dich mit Fragen rund um das Thema Markendesign bei mir melden darfst? Na Logo! Willst du von mir erstellte Designs sehen? www.brandmore.de

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